dieser beitrag wurde verfasst in: deutsch (ger/deu/de)

verfasser/in: titel: Wände der Verheissung — Zur Geschichte der architekturbezogenen Kunst in der DDRisbn: 3980334678

+: Leipzig 1995

Inhalt:

«Die staatliche Administration in all ihren Organisationsformen fungierte in der DDR als mit Abstand grösster Auftraggeber für architekturbezogene Kunst. Und der Staat war nach aussen auch der relativ durchschaubarste Auftraggeber, hatte er sich doch selbst schon sehr zeitig ein DDR-spezifisches Regelwerk gegeben [Verordnung über die Erhaltung und die Entwicklung der deutschen Wissenschaft und Kultur, die weitere Verbesserung der Lage der Intelligenz und die Steigerung ihrer Rolle in der Produktion und im öffentlichen Leben vom 31.3.1949]. […] Erinnert sei […] daran, dass im letzten Jahrzehnt der Existenz der DDR der Staat zunehmend auf Mittel zurückgreifen musste, die eigentlich in der Verwaltungshoheit anderer Gruppierungen, also der Parteien, der gesellschaftlichen Organisationen oder der Wirtschaft, lagen. […] Die Kunstmittel rekrutierten sich bis zum Beginn der 1980er Jahre aus den prozentualen Abführungen des Gesellschaftsbaus. Blieben diese Bauten aus, verfielen auch die Mittel für die Kunst. Zur Aufrüstung der immer karger werdenden Wohngebiete, zumal der bereits in den 1970er Jahren und eher fertiggestellten, wurden nun entweder Gelder der regionalen Kulturfonds umverteilt oder Gelder aus Sondermitteln der Ministerien für Kultur und Bauwesen zur Verfügung gestellt. Eine Konsequenz darauf war ab 1983 die Festlegung, 45 Mark pro Wohnungseinheit (WE) für architekturbezogene Kunst zur Verfügung zu stellen.»