dieser beitrag wurde verfasst in: deutsch (ger/deu/de)

verfasser/in: titel: Die Sehnsucht nach Harmonie. Eine semiotische und mentalitätsgeschichtliche Interpretation der Fassadenbilder der Zürcher Baugenossenschaftenisbn: 3905313529

+: Zürich, 2000

«Aus den wenigen expliziten Aussagen der Genossenschafter, der Künstler und ihrer Kritiker lässt sich ein Profil der genossenschaftlichen Fassadenbilder abstecken.

Der Zweck der Bilder ist folgendermassen überliefert:

Die Bildmotive beziehen sich dabei ausdrücklich

(S. 133–134)

«Unterscheiden sich die Bilder an den Wohnhäusern der Arbeiterbewegung einer protestantischen Stadt von jenen einer katholischen? Irene Nierhaus hat die Fassadenbilder am kommunalen Wohnungsbau der sozialistisch regierten, katholischen Stadt Wien der Nachkriegszeit untersucht und thematisch in elf Motivgruppen eingeteilt:

Die religiöse Grundhaltung vieler Bilder ist auch in Wien zu finden, katholische Heiligenbilder jedoch, wie sie sonst im Wiener Stadtraum und an privaten Wohnhäusern zu finden sind, kommen an den Fassaden der Kommunalbauten nicht vor. Auffallend hingegen sei die grosse Zahl Historienbilder; an den Zürcher Genossenschaftsfassaden kommt hingegen nur ein einziges vor: Rudolf Mötteli übergibt 1476 seine Burg Regensberg an die Stadt Zürich. Was in Wien am stärksten ins Auge sticht, ist die Menge. Wenn ein konfessioneller Unterschied in den Fassadenbildern erkennbar ist, dann höchstens, dass es an den Wiener Kommunalbauten mehr davon gibt.»

(S. 151)